
Test: HOKA Mach X 3 – Wenn sich das Training plötzlich leichter anfühlt
Es gibt Schuhe, die man mag, und dann gibt es Schuhe, bei denen man sich fast darauf freut, sich bei Intervalltrainings zu quälen. Für mich gehört der neue HOKA Mach X 3 zur zweiten Kategorie.
Ich bin mit diesem Schuh schon sowohl ruhige Dauerläufe als auch anspruchsvolle Intervalle gelaufen. Als Erstes fällt mir auf, wie viel leichter sich das Tempo wechseln lässt. Es ist, als wolle der Schuh nach vorn.
Der erste Eindruck
Schon beim ersten Anziehen des Mach X 3 fiel mir auf, dass das Obermaterial im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich überarbeitet wurde. Die Zunge ist weicher und sitzt besser am Fuß, und die Fersenkappe fühlt sich viel stabiler an. Ein großes Plus, denn die Fersenkappe des Mach X 2 hat nicht an jedem Fuß richtig gepasst.
Das Meshmaterial ist außerdem luftiger – perfekt für warme Tage, an denen sich die Füße manchmal anfühlen, als würden sie kochen 😅
Das Gefühl unter dem Fuß
Die Zwischensohle kombiniert PEBA Superfoam und Supercritical EVA. Bei gemütlichem Tempo fühlt sie sich weich und angenehm an, doch sobald ich das Tempo erhöhe, reagiert sie mit ordentlich Federung. Es ist dieses Gefühl, dass jeder Schritt etwas zurückgibt.
Zwischen den Schaumstoffschichten liegt die flügelförmige PEBAX-Platte. Sie macht den Schuh stabil, ohne ihn steif zu machen, und verleiht meinem Schritt zusätzlichen Schub, ohne dass sich der Schuh „zu sehr nach Wettkampf“ anfühlt.
Auf der Strecke
Dieser Schuh eignet sich für Laufbahn, Asphalt und leichtes Gelände, zum Beispiel für befestigte Spazierwege im Park. Die Außensohle hat mehr Gummi als die vieler anderer Tempolaufschuhe. Dadurch ist sie strapazierfähig und bietet auch bei Nässe sicheren Halt.
Vor allem bei schnellen Einheiten merke ich, dass der Mach X 3 seine Stärken ausspielt. Intervalle und Schwellenläufe machen mehr Spaß. Aber ich würde auch nicht zögern, ihn für einen längeren Lauf hervorzuholen. Er ist einfach zu bequem, um nur im Schuhregal zu stehen und auf den „richtigen Lauf“ zu warten. Außerdem eignet er sich bestens, um bei den langen Läufen in einem angenehmen Tempo dahinzurollen.
Für wen ist er geeignet?
Ich würde sagen, der Mach X 3 ist der richtige Schuh für dich, wenn du:
- Du möchtest einen sehr vielseitigen Schuh, der sich eindeutig am besten für Tempoläufe und Intervalle eignet, sich aber auch hervorragend für die langen Läufe auf Distanz macht.
- Du trainierst, um auf Strecken von 5 km bis zum Marathon schneller zu werden.
- Du bevorzugst viel Dämpfung und trotzdem eine hohe Reaktionsfreudigkeit.
- Du magst Stabilität, möchtest aber keine steife Carbonplatte.
Mein Fazit
Der HOKA Mach X 3 ist ein wirklich gelungenes Nachfolgemodell. Kleine Details, die zuvor gestört haben, wurden verbessert, und das Laufgefühl ist schnell und komfortabel zugleich. Ich wage zu behaupten, dass dieser Schuh dich für die harten Trainingseinheiten noch ein bisschen mehr motivieren kann. Und das ist wirklich ein gutes Urteil.
Du suchst also einen Tempolaufschuh, der auch bei Wettkämpfen dein bester Freund sein kann? Dann ist der Mach X 3 definitiv einen Versuch wert!
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